Kopenhagen

Regelmäßig gewinnt Kopenhagen die Auszeichnung als „lebenswerteste Stadt der Welt“. Kaum eine Stadt in Europa hat mehr Michelin-Sterne, und dänisches Design, Architektur und Küche sind weltweit ein Begriff. Doch das „Venedig des Nordens“ schafft den Spagat zwischen Großstadtflair und Kleinstadtcharme. Wir begeben uns auf eine kulinarische Rundreise durch eine Stadt, die trotzdem nicht abgehoben ist.

UNSERE LIEBLINGSPLÄTZE

• Nyhavn mit seinen bunten Häusern, leckerem Smørrebrød und alten Segelbooten.
• Der älteste Vergnügungspark der Welt, Tivoli, als grüne Oase mitten im Stadtzentrum.
• Die königliche Residenz Amalienborg ❶ im Herzen der Stadt. Tipp: Folgen Sie der königlichen Leibgarde und ihrem Musikkorps durch die Innenstadt und sehen Sie den Wachwechsel am Schloss (Beginn jeden Tag um 11:30 am Schloss Rosenborg).
• Die Ravnsborggade in Nørrebro, mit ihren Antiquitäten- und Trödelläden und charmanten Cafés.
• Luxus pur im altehrwürdigen Hotel d’Angleterre ❷ am Kongens Nytorv mit der zweifellos schönsten Fassade in Kopenhagen, dem sternedekorierten Restaurant Marchal sowie der Champagnerbar Balthazar.

TYPISCH DÄNISCH: SMØRREBRØD

Das wohl bekannteste dänische Gericht ist das offene Sandwich, smørrebrød. Zu den beliebtesten Varianten zählen stjerneskud (Sternschnuppe) mit paniertem Fischfilet, Remoulade und Krabben, sowie leverpostej mit grober Leberpastete, gebratenem Speck und Champignons. Richtig gutes Smørrebrød gibt es In Nyhavn, bei Ida Davidsen oder im Aamanns Etablissement ❸. Etwas ausgefallener wird es im Royal Smushi Café ❹ auf der Einkaufsstraße Strøget, das dänisches Smørrebrød in Sushi-Größe anbietet.

AUSGEZEICHNET: STERNERESTAURANTS IN KOPENHAGEN

Ein Paradies für Feinschmecker: Mit insgesamt 17 Michelin-Sternen führt Kopenhagen die nordischen Länder an. Zwei Restaurants wurden gleich doppelt ausgezeichnet: Noma, das seit langem auch über Landesgrenzen für seine experimentelle nordische Küche bekannt ist, und Geranium. Exotische Küche gibt es bei Kiin Kiin, dem einzigen thailändische Restaurant außerhalb Thailands mit Michelin-Stern. Zu den Newcomern zählen u.a. Relæ und Kadeau, welche 2014 ihren ersten Stern erhielten.
Preiswertere Alternativen der beliebten „New Nordic“ Cuisine, die sich durch regionale und saisonale Zutaten auszeichnet, gibt es zum Beispiel im neueröffneten Restaurant Höst, im Restaurant Bror oder bei Manfreds & Vin.

TYPISCH DÄNISCH: HOTDOGS
Der Hotdog ist der unbestrittene Klassiker des dänischen Fast Foods. An den typischen Verkaufswagen (pølsevogn) hat man die Wahl zwischen der traditionellen roten Brühwurst oder der gebratenen Variante. Serviert wird mit Ketchup, mildem Senf, dänischer Remoulade, Gewürzgurken und Röstzwiebeln. Nachhaltige Bio-Hotdogs in leckerem Körnerbrot findet man in der Einkaufszone am Runden Turm bei DØP ❺. Und für den ganz besonderen Anlass gibt es bei Foderbrættet in Vesterbro Gourmet-Hotdogs mit Champagner.

HAPPY HOUR IN KOPENHAGEN

In Dänemark hat die Happy Hour am Freitag Tradition, die sich besonders gut in einer von Kopenhagens vielen, ausgezeichneten Bars genießen lässt. Das 1105 ❻, benannt nach seiner Postleitzahl im Herzen der Stadt, ist eine kleine, exklusive Cocktailbar, deren Bartender regelmäßig Preise gewinnen. Am Gammel Strand gegenüber des Parlamentsgebäudes Christiansborg befindet sich das Ruby (Tipp: Der Eingang ist nicht beschildert). In direkter Nähe zum Hauptbahnhof und Tivoli liegt die Library Bar im Copenhagen Plaza Hotel, mit holzgetäfelten Wänden und gemütlichen Ledersesseln. Oft gibt es hier Jazzmusik.
Bierliebhaber sind im hippen Nørrebro gut aufgehoben, wo die Brauerei Nørrebro Bryghus lokal gebrautes Bier in ihrer gemütlichen Bar anbietet. Die Mikrobrauerei Mikkeller betreibt zwei gleichnamige Bars in Kopenhagen und hat bereits nach Stockholm, San Francisco und Bangkok expandiert.
Weinenthusiasten finden bei Ved Stranden 10 oder Falernum eine große Auswahl an Weinen aus aller Welt.

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SPOTLIGHT: TRENDY KØDBYEN

Voll im Trend liegt der Distrikt Kødbyen im Stadtteil Vesterbro ❼. Ursprünglich vor allem durch Schlachthöfe und fleischverarbeitende Betriebe gekennzeichnet, wurde dieses Viertel in den letzten Jahren von jungen Kreativen entdeckt. Die Øksnehallen sind ein beliebter Ort für Ausstellungen, Fashion Shows und andere kulturelle Events. Am Halmtorvet reihen sich junge und moderne Restaurants wie Paté Paté und BioMio. Frischen Fisch gibt es in der Kødbyens Fiskebar, und das Kellerrestaurant Barbie bietet beste Grillgerichte nach amerikanischem Vorbild. Die Cocktailbars 1656 und Lidkoeb, sowie einer der beliebtesten Nachtclubs in Kopenhagen, KB18, sind nur wenige Schritte entfernt.

 

GEHEIMTIPPS & PERSÖNLICHE LIEBLINGE

• House of Souls: Ein außergewöhnliches Erlebnis der kreolischen Küche in einer Seitenstraße der Shoppingmeile Strøget.
• The Union Bar: Im Stil der „Speakeasy“ Bars in der amerikanischen Prohibition liegt diese Bar als eines der bestgehüteten Geheimnisse Kopenhagens in einer Seitenstraße von Nyhavn hinter einer unscheinbaren schwarzen Tür.
• Tårnet: Essen mit Aussicht in der Turmspitze des Parlamentsgebäudes Christiansborg
• The Standard: Drei Spitzenrestaurants unter einem Dach im alten Hafenzollhaus. Nach dem Dinner wird im hauseigenen Jazzclub Livemusik vom Feinsten geboten.
• Copenhagen Street Food: Auf der Papierinsel im Kopenhagener Hafen kann man sich von Food Trucks aus aller Welt inspirieren lassen. Die Auswahl reicht von frischer italienischer Pasta über Fish and Chips bis hin zu brasilianischen Grillgerichten.
• Torvehallerne: In direkter Nähe zur zentralen Nørreport-Station befinden sich die Markthallen, oft „Kopenhagens Speisekammer“ genannt. Gewürze, fangfrischer Fisch, lokales Obst und Gemüse sind hier ebenso zu finden wie Spezialitäten der französischen, japanischen oder Paleo-Küche. Persönliche Lieblinge: Die Pizza-Klapper von Gorm’s und das Confit de Canard Sandwich von Ma Poule!

Kategorie : Kachen on Tour
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